Noch viele Fragen offen!
1. Februar 2010 von Marita Haude
Der Entwurf der Empfehlungen zur Bildungsförderung von Kindern zwischen 0 und 10 Jahren wird inzwischen auf vielen Ebenen und in zahlreichen verbandsinternen Gremien diskutiert. Auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hat sehr umfassend und kritisch Stellung genommen.
Nicht nur von den freien Trägern, sondern auch aus den anderen am Prozess beteiligten Organisationen war übereinstimmend zu hören:
Die Idee eine gemeinsame Grundlage für die Bildungsförderung von Kindern im Elementar- und Primarbereich zu schaffen ist gut, der vorliegende Textentwurf aber noch mangelhaft!
Noch völlig unklar ist die vorgesehene Erprobungsphase:
- Werden Einrichtungen für die Erprobungsphase ausgewählt , aber von wem und nach welchen Kriterien?
- Oder können sich auf freiwilliger Basis alle Einrichtungen beteiligen wenn sie wollen?
- Werden zunächst die Schulen ausgewählt und die wählen dann “ihre” Tageseinrichtungen aus, die sich beteiligen sollen oder wollen?
- Oder werden zunächst die Tageseinrichtungen ausgesucht, die dann wieder Schulen benennen können, die sich beteiligen wollen oder sollen?
Es wird Zeit, zumindest im Bereich der Jugendhilfe wieder zu geordneten Strukturen zurückzukehren, sonst ist das Chaos für die Erprobungsmaßnahme vorprogrammiert. Und das kann niemand wirklich wollen.
Marita Haude

Wenn nicht die vielen offenen Fragen die Tageseinrichtungen belasten sollen ,wird es weiterhin notwendig sein ,auf Landesebene genügend Zeit aufzuwenden ,diese Fragen abschliessend zu bearbeiten .
Erst dann kann meines Erachtens überzeugende und unterstützende Arbeit geleistet werden -auch wenn zunächst mit einer Erprobung begonnen wird.
Gut Ding will Weile haben !
Zur Qualität gehört die ausreichende Zeit für einen Prozess !
In diesem Sinne für alle Fachkräfte geschrieben ,die einem Entwurfstext
Leben einhauchen werden und motiviert umsetzen sollen.
Maria-Regina Beckermann