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	<title>Caritas in der Diözese Münster &#187; Marita Haude</title>
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	<description>Empfehlungen zur Bildungsförderung in der Diskussion</description>
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		<title>Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 15:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marita Haude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem umfassenden Diskussionsprozess stehen die neuen &#8220;Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich&#8221; in NRW  als Entwurf zur Verfügung. Jede Tageseinrichtung und jede Grundschule erhält bis Ende April ein gedrucktes Exemplar. Die Freie Wohlfahrtspflege und die Kirchen sind im Rahmen eines Beirates an der am 1. August 2010 beginnenden Erprobungsphase beteiligt. Es ist vorgesehen 60 Grundschulen sowie jeweils 2 zugeordnete Tageseinrichtungen für Kinder in das Erprobungsverfahren einzubeziehen. Eine Auswahl der beteiligten Einrichtungen ist noch nicht erfolgt.</p>
<p>Die Teilnahme an der Erprobungsphase sowie die anschließende Implementierung stellen das System der Tageseinrichtung vor eine große Herausforderung. Aus Sicht der Träger und Mitarbeiter/innen von katholischen Tageseinrichtungen für Kinder  begrüßen wir die ausführlichere Berücksichtigung der religiösen Bildung in Tageseinrichtungen und Schule. Spannend bleibt abzuwarten, wie sich diese Vorgaben auf die anderen Träger im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder auswirken. Diese ausdrückliche Berücksichtigung des Auftrages von Tageseinrichtungen und Schule im Bereich &#8220;religiöser Bildung&#8221; bieten für die katholischen Einrichtungen die Grundlage das katholische Profil eindeutiger heraus zu stellen.</p>
<p>Die Umsetzung der Bildungsgrundsätze erfordert gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter/innen von Tageseinrichtungen und Schule. Dies sehen wir als besondere  Chance für die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in beiden Bereichen. Durch die engere Verzahnung der Grundsätze zur Bildungsförderung im Elementar- und Primbarbereich kommt der Eingangsstufe in der Schule zukünftig eine noch größere Bedeutung zu. Jahrgangsübergreifendes Lernen muss als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen stärker als bisher ausgeprägt werden.</p>
<p>Mit den neuen Grundsätzen zur Bildungsförderung verbinden wir auch die Frage, wie es gelingen kann,  für mehr Bildungsgerechtigkeit in beiden Systemen einzutreten. Dies wird eine zentrale Aufgabe auch der Caritas. Die Grundlagen für gleiche Bildungschancen für alle Kinder müssen in beiden Bereichen weiterentwickelt werden, um Stigmatisierung und Benachteiligung von Kindern zu vermeiden.</p>
<p>Mit Besorgnis wird zu beobachten sein, wie die unterschiedlichen Vorgaben in Tageseinrichtungen und Schule umgesetzt werden können. Die Frage notwendiger zusätzlicher Ressourcen ist noch nicht abschließenden geklärt. Darüber hinaus liegen in den beiden Systemen noch sehr unterschiedliche Voraussetzungen vor: Während in der Tageseinrichtung eine Bildungsdokumentation für Kinder erstellt wird, geht in der Grundschule an der Benotung der Kinder (noch) kein Weg vorbei. Wir befürchten, dass schulische Anteile stärker in das System der Tageseinrichtungen übertragen werden könnten. Die Umsetzung der neuen Bildungsgrundsätze geschieht unter einem erheblichen zeitlichen Druck, der von den Trägern und Spitzenverbänden nicht zu verantworten ist. Es ist vorgesehen mit der Erprobungsmaßnahme zu Beginn des Kindergarten- bzw. Schuljahres 2010 zu beginnen und die Erprobungsphase bis 2011 zu beenden. Anschließend sollen nach einer Phase der Überarbeitung ab 2012 die Grundsätze zur Bildungsförderung für alle Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen in Kraft gesetzt werden. Spannende Zeiten kommen auf uns zu!</p>
<p>Marita Haude</p>
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		<title>Noch viele Fragen offen!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marita Haude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Entwurf der Empfehlungen zur Bildungsförderung von Kindern zwischen 0 und 10 Jahren wird inzwischen auf vielen Ebenen und in zahlreichen verbandsinternen Gremien diskutiert. Auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hat sehr umfassend und kritisch Stellung genommen.

Nicht nur von den freien Trägern, sondern auch aus den anderen am Prozess beteiligten Organisationen war übereinstimmend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Entwurf der Empfehlungen zur Bildungsförderung von Kindern zwischen 0 und 10 Jahren wird inzwischen auf vielen Ebenen und in zahlreichen verbandsinternen Gremien diskutiert. Auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hat sehr umfassend und kritisch Stellung genommen.</p>
<p><span id="more-45"></span></p>
<p>Nicht nur von den freien Trägern, sondern auch aus den anderen am Prozess beteiligten Organisationen war übereinstimmend zu hören:</p>
<p>Die Idee eine gemeinsame Grundlage für die Bildungsförderung von Kindern im Elementar- und Primarbereich zu schaffen ist gut, der vorliegende Textentwurf aber noch mangelhaft!</p>
<p>Noch völlig unklar ist die vorgesehene Erprobungsphase:</p>
<ul>
<li>Werden Einrichtungen für die Erprobungsphase ausgewählt , aber von wem und nach welchen Kriterien?</li>
<li>Oder können sich auf freiwilliger Basis alle Einrichtungen beteiligen wenn sie wollen?</li>
<li>Werden zunächst die Schulen ausgewählt und die wählen dann &#8220;ihre&#8221; Tageseinrichtungen aus, die sich beteiligen sollen oder wollen?</li>
<li>Oder werden zunächst die Tageseinrichtungen ausgesucht, die dann wieder Schulen benennen können, die sich beteiligen wollen oder sollen?</li>
</ul>
<p>Es wird Zeit, zumindest im Bereich der Jugendhilfe wieder zu geordneten Strukturen zurückzukehren, sonst ist das Chaos für die Erprobungsmaßnahme vorprogrammiert. Und das kann niemand wirklich wollen.</p>
<p> Marita Haude</p>
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